Mit Chemnitz ist zu rechnen!

IMC-Draufsicht

Das Sächsische Industriemuseum Chemnitz ist beheimatet in einem sehr schön restaurierten alten Industriegebäude am Zentrumsrand von Chemnitz. Gelegen zwischen einer der meistbefahrenen Ausfallstraßen und der Eisenbahntrasse Dresden-Chemnitz-Zwickau, letztere heutzutage allerdings durchaus stärker belastbar, spiegelt schon diese Lage den dynamischen Industriecharakter des alten Chemnitz wider.

Unter diesem Titel zeigte vor wenigen Jahren das Sächsische Industriemuseum Chemnitz eine Sonderausstellung über den Rechentechnik-Standort Chemnitz.
Nun prägten Gießereien, Maschinenbauer, Fahrzeugbauer und Textilhersteller das alte "Ruß-Chemnitz" als Arbeiterstadt in Sachsen neben der prunkvollen Residenzstadt Dresden und der umtriebigen Handelsstadt Leipzig.
Aber Rechentechnik? Das fragten sich sogar Fachleute, als die Idee einer solchen Ausstellung vorgetragen wurde. Sie konnten sich überzeugen: Schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte sich in Chemnitz eine veritable Büromaschinenindustrie mit weltweiten Beziehungen und innovativen Produkten etabliert. Auf dieser Grundlage entwickelte sich Chemnitz in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zu einem beachtlichen Rechentechnikstandort.
Im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz bemüht sich neben den Museums-Fachkräften eine Gruppe von pensionierten Fachkräften aus der Rechentechnik-Industrie, einige Facetten dieses Teils der Industriegeschichte von Chemnitz zu dokumentieren.